Das Fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS) betrifft nur eineiige Zwillinge, die sich eine Plazenta teilen. Die Erkrankung tritt auf, wenn das Blut eines Zwillings (gemeinhin als „Spender“ bezeichnet) über die Blutgefäße in der gemeinsamen Plazenta in den anderen Zwilling (gemeinhin als „Empfänger“ bezeichnet) transfundiert wird.
Das Fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS) betrifft nur eineiige Zwillinge, die sich eine Plazenta teilen. Die Erkrankung tritt auf, wenn das Blut eines Zwillings (auch als „Spender“ bezeichnet) über die Blutgefäße in der gemeinsamen Plazenta in den anderen Zwilling (auch als „Empfänger“ bezeichnet) transfundiert wird. Das Syndrom kann auch bei Drillings- oder Vierlingsschwangerschaften auftreten, bei denen sich die Föten eine Plazenta teilen.
Obwohl es nur eine kleine Anzahl von Schwangerschaften betrifft (ca. 2 % der Zwillingsschwangerschaften), ist es ein potenziell ernsthafter Zustand und kann lebensbedrohliche Auswirkungen auf einen oder beide Zwillinge haben.
Normalerweise verbinden sich die Blutgefäße auf der Oberfläche der gemeinsamen Plazenta von eineiigen monochorionischen Zwillingen miteinander. Es gibt eine ausgeglichene Menge an Blut, die in beide Richtungen fließt. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist und mehr Blut von einem Baby (dem Spender – Donor) zum anderen (dem Empfänger – Akzeptor) fließt, kommt es zum FFTS.
Da der Spender Blut verliert, nimmt die von diesem Zwilling produzierte Urinmenge ab. Dies führt zu einem Austrocknen des Fruchtwassers um dieses Baby herum. Dieser Mangel an Fruchtwasser wird als „Oligohydramnion“ bezeichnet und manchmal wird der Spenderzwilling als „festgefahrener Zwilling“ bezeichnet. Der Empfängerzwilling hingegen bekommt zu viel Blut, was dazu führt, dass der Empfängerzwilling reichlich Urin produziert und sich schnell Flüssigkeit ansammelt. Diese zusätzliche Flüssigkeit führt zu einem Zustand, der „Polyhydramnion“ genannt wird.
Das zusätzliche Blut, das der Empfängerzwilling erhält, kann zu einer Vergrößerung des Herzens führen, und das Herz kann anfangen zu versagen. In den Körperhöhlen des Empfängerzwillings kann sich Flüssigkeit ansammeln, was zu einem Zustand führen kann, der „Hydrops“ genannt wird. Wenn der Empfängerzwilling einen Hydrops entwickelt, ist sein Leben ernsthaft bedroht. Das Wachstum des Spenderzwillings wird eingeschränkt und in schweren Fällen ist dieser Zwilling vom Tod bedroht.
FFTS entwickelt sich normalerweise zwischen etwa 16 und 28 Schwangerschaftswochen. Der Bauch der Mutter kann sich durch das zusätzliche Fruchtwasser um den Empfängerzwilling herum schnell vergrößern. Dies kann zu einem Riss ihrer Membranen und/oder zu vorzeitigen Wehen führen.
Gelegentlich kann es vorkommen, dass einer der Zwillinge vor der Geburt verloren geht. Wenn dies geschieht, können die Gefäßverbindungen in der Plazenta eine ernsthafte Gefahr für den überlebenden Zwilling darstellen. Der Blutdruckabfall zum Zeitpunkt des Todes eines Zwillings kann eine akute Transfusion zwischen den Zwillingen verursachen. In etwa der Hälfte dieser Fälle kann diese Transfusion jedoch gering sein und dem überlebenden Zwilling keinen Schaden zufügen. In einem weiteren Viertel der Fälle kann der überlebende Zwilling so viel Blut verlieren, dass er ebenfalls stirbt. In dem verbleibenden Viertel der Fälle erleidet der überlebende Zwilling durch den akuten Blutverlust schwere Schäden am Gehirn und anderen Organen. Dies kann zu schweren Behinderungen wie z.B. einer Zerebralparese führen.
FFTS wird nach der Durchführung eines Ultraschalls diagnostiziert. Idealerweise sollten nach der Diagnose von eineiigen Zwillingen in regelmäßigen Abständen Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, damit im Falle einer FFTS-Entwicklung so schnell wie möglich mit der Behandlung begonnen werden kann.