Kinderbücher über Zwillinge

Lieben Deine Zwillinge Bücher? Bestimm! Aber was ist mit Kinderbüchern, die ÜBER Zwillinge sind und von den besonderen Herausforderungen und Abenteuern handeln, die Zwillinge erleben? Wir haben Dir eine Liste mit schönen Zwillingsbücher zusammengesucht und wünschen Dir viel Spaß beim stöbern.

Freundinnen halten sich im Arm
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Fachwissen

Fetofetales Transfusionssyndrom

Das Fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS) betrifft nur eineiige Zwillinge, die sich eine Plazenta teilen. Die Erkrankung tritt auf, wenn das Blut eines Zwillings (gemeinhin als „Spender“ bezeichnet) über die Blutgefäße in der gemeinsamen Plazenta in den anderen Zwilling (gemeinhin als „Empfänger“ bezeichnet) transfundiert wird.

Krankenschwester und Arzt
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Was ist das Fetofetale Transfusionssyndrom?

Das Fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS) betrifft nur eineiige Zwillinge, die sich eine Plazenta teilen. Die Erkrankung tritt auf, wenn das Blut eines Zwillings (auch als „Spender“ bezeichnet) über die Blutgefäße in der gemeinsamen Plazenta in den anderen Zwilling (auch als „Empfänger“ bezeichnet) transfundiert wird. Das Syndrom kann auch bei Drillings- oder Vierlingsschwangerschaften auftreten, bei denen sich die Föten eine Plazenta teilen.

Obwohl es nur eine kleine Anzahl von Schwangerschaften betrifft (ca. 2 % der Zwillingsschwangerschaften), ist es ein potenziell ernsthafter Zustand und kann lebensbedrohliche Auswirkungen auf einen oder beide Zwillinge haben.

Normalerweise verbinden sich die Blutgefäße auf der Oberfläche der gemeinsamen Plazenta von eineiigen monochorionischen Zwillingen miteinander. Es gibt eine ausgeglichene Menge an Blut, die in beide Richtungen fließt. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist und mehr Blut von einem Baby (dem Spender – Donor) zum anderen (dem Empfänger – Akzeptor) fließt, kommt es zum FFTS.

Da der Spender Blut verliert, nimmt die von diesem Zwilling produzierte Urinmenge ab. Dies führt zu einem Austrocknen des Fruchtwassers um dieses Baby herum. Dieser Mangel an Fruchtwasser wird als „Oligohydramnion“ bezeichnet und manchmal wird der Spenderzwilling als „festgefahrener Zwilling“ bezeichnet. Der Empfängerzwilling hingegen bekommt zu viel Blut, was dazu führt, dass der Empfängerzwilling reichlich Urin produziert und sich schnell Flüssigkeit ansammelt. Diese zusätzliche Flüssigkeit führt zu einem Zustand, der „Polyhydramnion“ genannt wird.

Das zusätzliche Blut, das der Empfängerzwilling erhält, kann zu einer Vergrößerung des Herzens führen, und das Herz kann anfangen zu versagen. In den Körperhöhlen des Empfängerzwillings kann sich Flüssigkeit ansammeln, was zu einem Zustand führen kann, der „Hydrops“ genannt wird. Wenn der Empfängerzwilling einen Hydrops entwickelt, ist sein Leben ernsthaft bedroht. Das Wachstum des Spenderzwillings wird eingeschränkt und in schweren Fällen ist dieser Zwilling vom Tod bedroht.

FFTS entwickelt sich normalerweise zwischen etwa 16 und 28 Schwangerschaftswochen. Der Bauch der Mutter kann sich durch das zusätzliche Fruchtwasser um den Empfängerzwilling herum schnell vergrößern. Dies kann zu einem Riss ihrer Membranen und/oder zu vorzeitigen Wehen führen.

Gelegentlich kann es vorkommen, dass einer der Zwillinge vor der Geburt verloren geht. Wenn dies geschieht, können die Gefäßverbindungen in der Plazenta eine ernsthafte Gefahr für den überlebenden Zwilling darstellen. Der Blutdruckabfall zum Zeitpunkt des Todes eines Zwillings kann eine akute Transfusion zwischen den Zwillingen verursachen. In etwa der Hälfte dieser Fälle kann diese Transfusion jedoch gering sein und dem überlebenden Zwilling keinen Schaden zufügen. In einem weiteren Viertel der Fälle kann der überlebende Zwilling so viel Blut verlieren, dass er ebenfalls stirbt. In dem verbleibenden Viertel der Fälle erleidet der überlebende Zwilling durch den akuten Blutverlust schwere Schäden am Gehirn und anderen Organen. Dies kann zu schweren Behinderungen wie z.B. einer Zerebralparese führen.

Symptome von FFTS bei der Mutter:

  • Plötzliche Gewichtszunahme
  • Fundus erscheint groß für Daten (erscheint oft wie eine Terminschwangerschaft)
  • Unterleibsschmerzen und Engegefühl
  • Vorzeitiges Einsetzen der Wehen

Bei den Babys (festgestellt durch Ultraschalluntersuchung):

  • Hinweise auf eine monochorionische (geteilte) Plazenta
  • Gleichgeschlechtliche Zwillinge
  • Dünne, schwer zu findende, trennende Membran
  • Ein Zwilling kann viel größer sein als der andere
  • Unterschiedlich große Blasen bei jedem Zwilling
  • Polyhydramnion um einen Zwilling (mehr als 8cm Tasche) und minimale Menge an Fruchtwasser um den anderen Zwilling (weniger als 2cm Tasche).

FFTS wird nach der Durchführung eines Ultraschalls diagnostiziert. Idealerweise sollten nach der Diagnose von eineiigen Zwillingen in regelmäßigen Abständen Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, damit im Falle einer FFTS-Entwicklung so schnell wie möglich mit der Behandlung begonnen werden kann.

Zwillings-Transfusionssyndrom

Zwei Drittel aller eineiigen Zwillinge teilen sich eine gemeinsame Plazenta (Mutterkuchen) und tauschen geringe Mengen von Blut aus; man spricht dann von einer monochorialen Plazenta. Bei ungefähr 12% der eineiigen Zwillinge bestehen abnorme Gefäßverbindungen des Mutterkuchens so dass ein Fet mehr Blut abgibt als er seinerseits erhält (diesen Fet bezeichnet man als Donor), der andere Fet empfängt mehr als er abgibt (diesen Fet bezeichnet man als Akzeptor). Dieses Ungleichgewicht wird feto-fetales Transfusions-Syndrom (FFTS) genannt. Das FFTS führt zu einer Belastung des Kreislaufes beider Zwillinge, so dass für beide ein hohes Risiko besteht, schon vor der Geburt schwer zu erkranken oder zu versterben. Zusätzlich kann es wegen der ausgeprägten Mehrproduktion von Fruchtwasser durch den Akzeptor zu vorzeitiger Wehentätigkeit und zum vorzeitigen Blasensprung mit anschließender Frühgeburt kommen. Bei diesen Kindern sind die Überlebenschancen sehr schlecht. Um ihre Überlebenschancen zu verbessern, werden die Gefäßverbindungen zwischen den Kindern verschlossen. Dies erfolgt mit einer Laserfaser, die mit Hilfe einer kleinen Kamera (Fetoskop) über eine Hohlnadel in die Fruchthöhle eingebracht wird. Unter Sicht werden dann die auf der Plazentaoberfläche gelegenen Gefäßverbindungen verkocht. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und dauert etwa 20 Minuten. Nach dem Eingriff folgt üblicherweise ein stationärer Aufenthalt von 2 Tagen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass nach der Lasertherapie in über zwei Drittel der Fälle beide Zwillinge und in ca. 85% der Fälle mindestens eines der Ungeborenen überleben. Der Zeitpunkt des Eingriffes wird in Abhängigkeit des Ausmaßes der Kreislaufbelastung der Feten festgelegt. Daher sollte bei Verdacht auf ein FFTS eine Ultraschalluntersuchung durch einen mit dieser Erkrankung erfahrenen Arzt erfolgen und der Eingriff an einem entsprechenden Zentrum stattfinden. Mit über 60 Eingriffen pro Jahr zählt das Team der Universitätsfrauenklinik Bonn zu den führenden in Deutschland. Gerne beraten wir Sie im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung über die Chancen und Risiken eines solchen Eingriffes in Ihrem persönlichen Fall.

Frei zugänglich

Muttermilch – Ein Wunderwerk der Natur

Muttermilch ist ein wahrer Zaubertrank und es gibt vielleicht einige Dinge, die Du noch nicht darüber wusstest. Immer wieder wird Muttermilch genau unter die Lupe genommen und immer wieder kommen dabei neue faszinierende Erkenntnisse zu Tage. Was macht Muttermilch so gesund für Deine Zwillinge?

Mutter stillt Zwillinge
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Muttermilch- so natürlich! Ein Wunderwerk der Natur 

Muttermilch, das älteste und natürlichste Nahrungsmittel der Welt. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse deiner Babys angepasst. Sie ist wirklich ein Wunderwerk der Natur. 

Muttermilch besteht aus tausenden von Inhaltsstoffen. 

Immer wieder wird Muttermilch genau unter die Lupe genommen und immer wieder kommen dabei neue faszinierende Erkenntnisse zu Tage.  

Was macht sie so gesund? 

  • Sie liefert während den ersten sechs Monaten deiner Babys die erforderliche Energie, alle wichtigen Nährstoffe und die notwendige Flüssigkeit, die deine Babys brauchen 
  • Sie enthält Enzyme,Hormone,Wachstumsfaktoren, Vitamine , Mineralien und Spurenelemente die genau auf die Bedürfnissen und Entwicklung der Babys abgestimmt sind 
  • Die Makrophagen, Leukozyten, Lymphpzyten in der Muttermilch bekämpfen Krankeitserreger und die Immunglobuline, Lysozyme und Laktoferrin stärken das Immunsystem deiner Babys.  
  • Die Muttermilch liefert auch wertvolle HMO ( Humanmilch-Oligosaccharide) – sie schützen den Darm deiner Babys und stärken die guten Bakterien im Darm deiner Babys 

Aus alle diesen Gründen und anderen Gründen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Babys in den ersten sechs Monaten voll zu stillen und darüber hinaus bis zum 2. Lebensjahr begleitend zur Beikost. 

Muttermilch ist ganz flexibel und verändert sich während der Stillzeit 

  • Am Anfang wird das Kolostrum gebildet 

Bis etwa am dritten Tag nach der Entbindung der Milcheinschuss einsetzt, nährst Du deine Babys mit dem sogenannten Kolostrum, der Vormilch. Diese dickflüssige, gelbe Muttermilch, die sich leicht klebrig anfühlen kann, ist besonders leicht verdaulich und reich an Nährstoffen. Spezielle Immunglobuline schützen die neugeborenen Babys zudem vor Infektionen. Obwohl dein Kind in den ersten Lebenstagen nur sehr kleine Mengen dieser Milch zu sich nimmt, wird es dennoch optimal versorgt. 

  • Dann folgt die Übergangsmilch.  

Nach wenigen Tagen nehmen die sogenannten kolostralen Elemente in der Vormilch ab. Sie ähnelt dann mehr und mehr der späteren reifen Muttermilch. Man spricht dann von der Übergangsmilch, mit der du deine Babys ungefähr zwischen dem fünften und 15. Tag nach der Geburt ernährst.  

  • Die reife Muttermilch.  

Diese Milch bekommen deine Babys etwa ab dem 15. Tag bis zum Ende der Stillzeit. Die reife Muttermilch enthält alles, was Deine Babys brauchen. In der Abstillphase verändert sich die Muttermlich nochmals und stärkt dann das Immunsystem deiner Babys nochmal extra. 

Bestandteile der Muttermilch 

Muttermilch besteht aus tausenden verschiedener Inhaltsstoffe. Sie ist wirklich ein Wunderwerk der Natur. 

Der Hauptbestandteil ist Wasser (87%). All die anderen Nährstoffe und Inhaltsstoffe sind darin gelöst. 

Mutter mit Baby an der Brust
  • Wasser: Dies ist mit 87 Prozent der Hauptbestandteil von Muttermilch – alle anderen Nähr- und Inhaltsstoffe sind darin gelöst.
  • Eiweiß: Muttermilch enthält ca. 1,2 Prozent Protein und damit deutlich weniger als Kuhmilch. Das Verdauungssystem Deiner Babys kann dieses daher nahezu vollständig aufnehmen. Zu viel Protein kann die Nieren des kleinen Körpers belasten, weshalb von Kuhmilch als Getränk im ersten Lebensjahr abgeraten wird. Neben Laktalbumin und Casein enthält Muttermilch Enzyme, die schädliche Bakterien zerstören und die Fettaufnahme verbessern. Reife Muttermilch hat zwar nicht mehr ganz so viele Immunglobuline wie das Kolostrum, dennoch genug, um weiterhin aktiv das Immunsystem Deiner Kinder zu unterstützen.
  • Fett: Im Gegensatz zu anderen Bestandteilen der Muttermilch schwankt der Fettgehalt und kann bei jeder Stillmahlzeit ein anderer sein. Muttermilchfett, das voll von gesunden ungesättigten Fettsäuren ist, ist besonders gut verdaulich und wird zu 90 Prozent von den Säuglingen verarbeitet.
  • Kohlenhydrate: Von den etwa 30 Zuckerarten, die in Muttermilch enthalten sind, ist die mit Abstand wichtigste, die Laktose. Laktose hat eine Reihe entscheidender Aufgaben: Sie fördert u. a. die Bildung gesunder Bakterien im Dickdarm und unterstützt das Wachstum und die Entwicklung des Gehirns.

Darüber hinaus enthält Muttermilch eine ganze Reihe von Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, um Deine Babys mit allem zu versorgen, was sie für einen gesunden Start ins Leben brauchen.  

Einige interessante Eigenschaften von Muttermilch 

Muttermilch ist ein wahrer Zaubertrank und es gibt vielleicht einige Dinge, die Du noch nicht darüber wusstest:  

  • Stillen schafft Nestschutz. Hast  Du eine Grippe eine Erkältung oder einen Magen-Darm-Infekt darfst Du ruhig weiterstillen. Du verschaffst Deinen Babys damit sogar einen Vorteil, denn die Antikörper, die Du nun bildest, gelangen durch die Muttermilch in den Körperkreislauf Deiner Kinder. Sie bieten ihnrn damit einen unmittelbaren Schutz gegen den Infekt sowie gegen alle Erreger, denen du ausgesetzt bist und warst.  
  • Muttermilch ist nicht immer weiß: Viele Frauen sind besorgt, wenn ihre Milch eine gelb oder bläulich schimmernde Farbe hat. Dies ist bei reifer Muttermilch jedoch vollkommen normal.  
  • Kurzes Anlegen stillt den Durst, langes den Hunger: Am Anfang der Stillmahlzeit ist die Muttermilch wässrig. Bei großer Hitze trinken Babys daher öfter und dafür kürzer. Nach der wässrigen Milch folgt die gehaltvolle, die deine Babys dann richtig sättigt.  
  • Die Milchproduktion beginnt schon in der Schwangerschaft. Veränderungen in der Brust machen sich bereits in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft bemerkbar. Das Hormon Prolaktin regt die Milchbildung an und ab Mitte der Schwangerschaft produziert Deine Brust bereits Milchfett und Milcheiweiß. Andere Hormone sorgen wiederum dafür, dass Sie erst nach der Geburt so richtig stillen können.  
  • Ihr Kind „isst mit“. Grundsätzlich kannst Du während der Stillzeit fast alles essen und trinken. Blähende oder säurehaltige Nahrungsmittel können jedoch in sehr geringen Mengen durch die Muttermilch transportiert werden und bei Deinen Babys eine Reaktion auslösen. Das muss aber nicht passieren! Meist vertragen deine Babys die Nahrung, die du selbst auch verträgst. 
  • Die Geschmäcker sind verschieden. Über die Muttermilch lernen Deine Babys den Geschmack verschiedener Lebensmittel kennen und entwickeln vielleicht auch schon eigene Vorlieben. Lebensmittel mit ausgeprägtem Eigengeschmack wie beispielsweise Spargel oder Knoblauch können sich auch in der Muttermilch bemerkbar machen. Wenn sich Deine Babys beim Trinken mal etwas irritiert zeigen, könnte das an Deiner vorherigen Mahlzeit liegen.  
  • Nikotin geht direkt in die Muttermilch über. Eine rauchfreie Umgebung ist für die Gesundheit eines Babys wichtig. Dazu gehört auch, dass die stillende Mutter Zigaretten meidet, denn die Schadstoffe werden über die Milch weitergegeben.  
  • Eine Diät kann die Muttermilch verändern. Im Fettgewebe sind Schadstoffe gelagert, die bei einer Radikal-Diät freigesetzt werden und dadurch vermehrt in die Muttermilch gelangen können.  
  • Milchfluss ohne Schwangerschaft ist theoretisch möglich. In seltenen Fällen kann bei einer Frau Muttermilch ohne Schwangerschaft entstehen. Induzierte Laktation nennt sich der Vorgang, bei dem durch häufiges Anlegen die Milchbildung ohne vorangegangene Schwangerschaft in Gang gesetzt wird.  

Es ist erstaunlich, was Muttermilch alles kann und wie sie sich auf Deine Babys auswirkt.  

Kurse & Workshops

28.09.21
19:00 – 21:00 Uhr

ONLINE-Elternschule – Säuglingspflege im Doppelpack

27.08.21
15:00 – 17:00 Uhr

ONLINE-Elternschule – Geburtsvorbereitung für Zwillingseltern

21.09.21
19:00 – 21:00 Uhr

ONLINE-Elternschule -Stillvorbereitung für Zwillingsmütter

19.08.21
18:30 – 19:45 Uhr

ONLINE – Yoga in der Zwillingsschwangerschaft

19.08.21
20:00 – 21:15 Uhr

ONLINE -Rückbildung Moms-Twin-Fitness

KoalaCast Episode 3

KoalaCast #3 – Gynäkologin & Pränataldiagnostikerin Dr. med. Andrea Fotiadis-Schmitz

Episode 3 des Koalacare Podcasts „KoalaCast“. Es war uns eine riesige Freunde, dass Frau Dr. Andrea Fotiadis-Schmitz unsere Einladung zum Podcast angenommen hat. Sie ist Spezialistin für Geburtshilfe und Expertin der Pränatalmedizin, DEGUM II, und setzte sich mit koalaMag zusammen, um uns einige Dinge mitzugeben, um die sich werdende Zwillingsmütter während ihrer Schwangerschaft kümmern sollten.

Ärztin vor Ultraschallbildern
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Zwillingsschwangerschaft – Der Unterschied zur Einlingsschwangerschaft

Suchst Du nach Möglichkeiten, eine gesunde Zwillingsschwangerschaft, Vorsorge und Entbindung sicherzustellen? Frau Dr. Andreas Fotiadis-Schmitz und Daniela Boué sprechen über die Unterschiede einer Zwillinsschwangerschaft im Vergleich zu einer Einlingsschwangerschaft und welche besonderen Untersuchungen und Risiken damit einhergehen.

Hast Du schon einmal von Vanishing Twin gehört? Nein? Dann hör‘ Dir unsere neue Podcast-Folge an.

Über Dr. Andrea Fotiadis-Schmitz

Als Frauenärztin und Expertin für Pränataldiagnostik hat Dr. Andrea Fotiadis-Schmitz eine einzigartige Philosophie zur Behandlung werdender Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Bei ihrer Tätigkeit in ihrer freien Praxis im amedes Kinderwunschzentrum Köln hat sie sich ihren Prinzipien, insbesondere der Aufklärung von Frauen und deren Bewusstseinsbildung über die Schwangerschaftvorsorge, verschrieben. Dabei steht bei ihr die Sicherheit von Müttern und Kindern immer im Fokus . 

  • Facharztausbildung zur Frauenärztin im Akademischen Lehrkrankenhaus Köln-Kalk.
  • Tätigkeit als Funktionsoberärztin, pränataldiagnostische Sprechstunde.
  • Weiterbildung in der Abteilung für Pränataldiagnostik der Universität Bonn.
  • 1996 Zusatzbezeichnung Spezielle Geburtshilfe und Perinatologie.
  • Ultraschallqualifikation DEGUM II
  • 2000 Niederlassung in freier Praxis in Köln; Schwerpunkt Pränataldiagnostik.
  • Zertifizierung durch die FMF London.
  • Mitglied DEGUM , ISUOG, deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin.
  • Vortrags- und Tutorentätigkeit
Dr. Andrea Fotiadis-Schmitz

Bücher, die uns als Eltern beeinflusst haben

Weitere Koalacare Podcasts

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KoalaCast #2 – Expertin für Kinderernährung Edith Gätjen

Episode 2 des Koalacare Podcasts „KoalaCast“. Wir durften Ernährungsberaterin Edith Gätjen begrüßen und mit ihr über Ihre Arbeit mit Familien und als Autorin sprechen. Edith gibt viele wertvolle Tips und Kniffe zur Ernährung von Zwillingen – schon während der Schwangerschaft.

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Mutter und Kind beim Essen am Tisch
Familien sitzen am Tisch im Garten

KoalaCast #1 – Familientherapeutin Margit Dahlmann

Episode 1 des Koalacare Podcasts „KoalaCast“. Wir haben uns sehr gefreut, Familientherapuetin Margit Dahlmann begrüßen zu dürfen und mit ihr über Ihre Arbeit mit Zwillingseltern und Familien sprechen zu können.

KoalaCast #1 – Familientherapeutin Margit Dahlmann »

Interview mit Merle Remler

Ein Interview mit Merle Remler, Theologin, Kinderbuch-Autorin und Zwillingsmutter aus Dorsten. Sie erzählt über ihre Arbeit mit Zwillingen und ihre eigenen Kinder.

Interview mit Merle Remler »

Die Geburt von Zwillingen

Zwillinge werden eher zu früh geboren, sogar oft vor der 38. Woche. Daher ist es wichtig, dass Du Deine Geburtsoptionen kennst. Weniger als die Hälfte aller Zwillingsschwangerschaften dauern länger als 37 Wochen.

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Zwillinge werden früher geboren

Aufgrund der Wahrscheinlichkeit, dass Deine Babys früher geboren werden, besteht ein gewisses Risiko, dass eines oder beide Kinder eine gewisse Zeit spezielle Pflege brauchen.

Da Zwillinge oft zu früh geboren werden, ist es eine gute Idee, die Geburtsoptionen mit Deiner Hebamme oder Deinem Arzt frühzeitig in der Schwangerschaft zu besprechen. Du solltest auch besprechen, wo Du entbinden möchtest. Höchstwahrscheinlich wird man Dir raten, in einem Krankenhausmit angeschlossener Kinderklinik zu entbinden, besonders wenn sich die Zwillinge früher auf den Weg machen.

Es ist üblich, dass bei der Geburt von Zwillingen mehr medizinisches Personal beteiligt ist, wie zum Beispiel eine zweite Hebamme, zwei Geburtshelfer (Ärzte) und ein Kinderarzt.

Die vaginale Geburt

Etwa ein Drittel aller Zwillinge werden vaginal geboren und der Vorgang ist ähnlich wie bei der Geburt eines einzelnen Babys.

Wenn Du eine vaginale Geburt planst, wird normalerweise eine PDA zur Schmerzlinderung empfohlen. Denn wenn es Probleme gibt, ist es einfacher und schneller, die Geburt zu unterstützen, wenn die Mutter bereits eine gute Schmerzlinderung hat.

Befindet sich der erste Zwilling in Kopflage, ist es üblich eine vaginale Geburt in Betracht zu ziehen. Es kann jedoch andere medizinische Gründe geben, warum dies nicht möglich ist. Wenn Du bereits einen Kaiserschnitt hattest, ist eine vaginale Geburt bei Zwillingen nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt möglich, sofern der Kaiserschnitt schon mind. 2 Jahre zurück liegt.

Unter einer vaginalen Geburt kann es passieren, dass Du eine assistierte Geburt benötigst, bei der eine Saugglocke oder eine Zange verwendet wird, damit Du die Babys gebären kannst. Sobald das erste Baby geboren ist, wird der anwesende Arzt die Position des zweiten Babys überprüfen, indem er einen Ultraschall durch die Bauchdecke durchführt. Wenn sich das zweite Baby in einer guten Position befindet, wird die Fruchtblase eröffnet und das  zweite Baby  zeitnah nach dem ersten geboren werden, da der Gebärmutterhals bereits vollständig geweitet ist. Wenn die Wehen nach der ersten Geburt aufhören, kann zunächst etwas abgewartet werden, da sich dein Körper von der 1. Geburt erholen möchte. Kommen die Wehen nicht mehr allein in Gang (was unwahrscheinlich ist, denn dein Körper möchte auch das 2. Kind gebären), kann mittels einem Wehentropf der Wehenbeginn angeregt werden, so dass die Geburt weiter geht.

Der Kaiserschnitt

Du kannst Dich bereits zu Beginn Deiner Schwangerschaft für einen Kaiserschnitt entscheiden, oder Dein Arzt kann Dir aufgrund möglicher Komplikationen einen Kaiserschnitt im späteren Verlauf der Schwangerschaft empfehlen. Bei der Geburt von Zwillingen ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt fast doppelt so hoch wie bei der Geburt eines einzelnen Babys.

Die Lage der Babys kann darüber entscheiden, ob sie per Kaiserschnitt entbunden werden sollten oder nicht. Wenn das Baby, das zuerst geboren wird, in Steißlage liegt (Füße, Knie oder Gesäß zuerst) oder wenn ein Zwilling in Querlage liegt (sein Körper liegt seitlich), muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.

Einige Anzeichen deuten ebenfalls daraufhin, dass Du einen Kaiserschnitt brauchst; zum Beispiel, wenn Du eine Placenta praevia (eine tiefliegende Plazenta) hast oder wenn Deine Zwillinge sich eine Plazenta teilen.

Wenn Du zuvor eine sehr schwierige Geburt mit einem einzelnen Baby hattest, wird Dir bei Zwillingen möglicherweise zu einem Kaiserschnitt geraten. Auch wenn Du eine vaginale Geburt planst, kann es sein, dass ein Not-Kaiserschnitt gemacht werden muss.

Dies kann der Fall sein, weil:

  • eines oder beide Babys schlechte Herztöne hat, die sich auch außerhalb der Wehen nicht auf ein normales Niveau erholen
  • die Nabelschnur prolabiert (fällt vor dem Baby in den Geburtskanal)
  • dein Blutdruck schnell und unkontrollierbar ansteigt
  • die Wehen zu langsam voranschreiten
  • die assistierte Geburt nicht funktioniert
  • In sehr seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Du einen Zwilling vaginal entbindest und dann einen Kaiserschnitt benötigst, um den zweiten Zwilling zu entbinden (z.B. wenn dieser in Querlage liegt, schlechte Herztöne hat).

Nach der Geburt

Nach der Geburt wird Deine Hebamme die Plazenta untersuchen, um festzustellen, ob diese vollständig geboren wurde.

Wenn Deine Babys besondere Pflege brauchen
Je nachdem, wo Du entbinden möchtest, musst Du möglicherweise in ein anderes Krankenhaus mit entsprechenden Einrichtungen gehen, wenn Komplikationen in Deiner Schwangerschaft darauf hindeuten, dass Du wahrscheinlich eine Frühgeburt haben wirst. Dies muss nicht unbedingt in der Nähe Deines Zuhauses sein. Vergewissere Dich daher, dass auf der Neugeborenenstation genügend Betten für Deine beiden Babys vorhanden sind.

Erkundige Dich, ob das von Dir gewählte Krankenhaus über eine Übergangsstation oder eine spezielle Pflegestation verfügt. Dies sind Orte, an denen sich Mütter um ihre Babys kümmern können, wenn diese besondere Pflege, aber keine Intensivpflege benötigen. In diesen Krankenhäusern ist es wahrscheinlicher, dass Du und Deine Babys am selben Ort bleiben können.

Du solltest Dich auch erkundigen, ob Dein Krankenhaus über Kinderbetten verfügt, die Co-Bedding erlauben (wo Deine Babys in einem einzigen Bettchen schlafen), wenn Du möchtest, dass Deine Babys zusammen schlafen.

Wenn Du ein Baby im Krankenhaus und eines zu Hause hast, musst Du Dir überlegen, wie Du Deine Zeit zwischen beiden aufteilen kannst. Wenn Du Dein Baby im Krankenhaus besuchst, frag nach, ob Du das andere Zwillingsbaby mitbringen kannst und ob das Zusammenschlafen während der Besuche erlaubt ist.

Wenn Du stillen möchtest und nur ein Zwilling effektiv stillen kannst, musst Du möglicherweise Milch abpumpen, um den Zwilling zu füttern, der Schwierigkeiten beim Stillen hat. Lege den Zwilling, der gestillt werden kann, auf jeden Fall an die Brust an und pumpe zusätzlich ab, um die Milchproduktion anzuregen, damit Du genug Milch bekommst, um beide Babys zu ernähren.

Erkundige Dich, ob Dein Krankenhaus Unterstützung durch eine Neonatologie-Schwester für Neugeborene anbietet, die es Dir und Deinen Babys ermöglichen würde, das Krankenhaus früher zu verlassen, z. B. wenn Dein Baby noch über eine Sonde ernährt wird.

Wenn Du zu Nachsorgeterminen in Kliniken gehst, ist es eine gute Idee, darum zu bitten, Termine am späteren Vormittag zu bekommen. Es kann schwierig sein, mit zwei Babys aus dem Haus zu gehen, vor allem, wenn es einem Baby nicht gut geht.

Filme über Zwillinge

Wir haben für Dich einige Filme rausgesucht, in denen Zwillinge eine wichtige Rolle spielen. Die Auflistung dieser Filme bedeutet allerdings keine Empfehlung oder Befürwortung durch uns. Es soll Dir einen Überblick geben, welche Filme von Zwillingen handeln.

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Dokumentationen über Zwillinge

Wir haben für Dich eine Liste mit einigen Dokumentationen und Lehrvideos rund um das Thema Zwillinge zusammengestellt. Wir hoffen, Du findest sie genauso spannend und interessant wie wir.

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